Freitag, 26.05.2017
Zur Startseite

Siedlergemeinschaft Nettelrede

Siedlergemeinschaft Nettelrede Zurück zur Übersicht
Geschichte Teil 1
Geschichte Teil 2
 
 
Geschichte der Siedlergemeinschaft Nettelrede | Teil 1
Der folgende Beitrag ist mir von Herrn Gerhard Hupe zur Verfügung gestellt worden.
Die Beiträge stammen teilweise aus Festzeitschriften und dokumentieren leider nicht bis in die heutige Gegenwart.
Gerhard Hupe
Die Siedlergemeinschaft im benachbarten Bad Münder machte durch Öffentlichkeitsarbeit auf sich Aufmerksam. Für die nachfolgend aufgeführten Eigenheimer aus Nettelrede waren die gebotenen Leistungen überzeugend. Von 1960 bis 1964 waren sie Mitglieder der Siedlergemeinschaft Bad Münder.
Nr:
Mitglied:
seit:
01 Hermann Nolte, Lohstraße 11 01.10.1960
02 Willi Grotjahn, Bergweg 15 01.07.1961
03 Willi Meyerhoff, Bergweg 11 01.07.1961
04 Franz Reich, Böbbersche Straße 11 01.07.1961
05 Johannes Wohlfarth, Ostmark 9 01.03.1962
06 Gerhard Dorn, Lilienstraße 7 01.03.1962
07 Karl-Ernst Homeier, Böbbersche Straße 9 01.05.1962
08 Gerhard Härtel, Bergweg 19 01.05.1962
09 Christian Wehrhahn, Tempstraße 21 01.07.1962
10 Wilfried Heß, Ostmark 26 01.09.1962
11 Herbert Zeidler, Tempstraße 19 01.10.1962
12 Günter Seidel, Lilienstraße 5 01.10.1962
13 Friedrich Schlecht, Im Winkel 1 01.09.1963
14 Siegfried Schmidt, Zum Texas 17 01.01.1964
15 Kurt Labod, Ostmark 2 01.03.1964
Nr:
Mitglied:
seit:
16 Josef Rosen, Ostmark 14 01.03.1964
17 Gerhard Kühn, Ostmark 28 01.03.1964
18 Friedrich Werhahn, Am Kuhkamp 4 01.03.1964
19 August Lange, Kreisstraße 17 01.04.1964
20 Otto Reich, Im Oberen Felde 2 01.07.1964
21 Horst Wente, Am Kuhkamp 12 01.07.1964
22 Alfred Wehrhahn, Lilienstraße 9 01.07.1964
23 Albert Otto, Lohstraße 12 01.07.1964
24 Helmut Rambow, Lohstraße 16 01.07.1964
25 Friedrich Koch, Tempstraße 20 01.08.1964
26 Rudi Beins, Kreisstraße 10 01.08.1964
27 Ernst Dorn, Ostmark 12 01.09.1964
28 Stephan Philipps, Am Kuhkamp 10 25.09.1964
29 Ernst Görlitz, Lohstraße 9 01.10.1964
30 Albert Heber, Bergweg 17 01.10.1964
Von 1960 bis 1964 waren sie (Tabelle aus Teil 1) Mitglieder der Siedlergemeinschaft Bad Münder. In Absprache des Vorsitzenden Julius Schardt, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Bad Münder, und des Vorsitzenden des Kreisverbandes Hannover, August Heidefuß, sollte in Nettelrede eine selbstständige Gemeinschaft gegründet werden. Die Siedlermitglieder aus Nettelrede, die bisher in der Siedlergemeinschaft Bad Münder betreut wurden, sowie die eben aufgeführten Eigenheimer aus Nettelrede haben in der Versammlung am 20.06.1964 den Beschluss gefasst, in Nettelrede eine selbstständige Siedlergemeinschaft zu bilden. Unter der Versammlungsleitung von August Heidefuß wurde die "Siedlergemeinschaft Nettelrede"am 20.06.1964 im Gasthaus Noltemeier ins Leben gerufen.
Der gewählte Vorstand der neugegründeten Siedlergemeinschaft Nettelrede:
In Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben der Siedlergemeinschaften laut Landesverbandssatzung, nahm der neugewählte Vorstand seine ehrenamtliche Arbeit auf. Von nun an fanden auch bei den Eigenheimern in Nettelrede gesellige Veranstaltungen, Gemeinschaftsfahrten, günstiger Einkauf von Bedarfsgütern für den Garten, wie Torf, Düngemittel, Sämereien und Pflanzen statt. Einher ging auch die Beratung der Mitglieder in allen gartenfachlichen Fragen durch Vorträge in Mitgliederversammlungen und Seminaren, Herausgabe von Merkblättern, die Rechtsberatung und Hilfe in allen Rechts- und Steuerfragen des Haus- und Grundbesitzes, Versicherungsschutz für alle Mitglieder durch eine Haus- und Grundstücks-Haftpflicht-Versicherung des DSB Landesverbandes. Der Vorstand wurde bis einschließlich 1973 wieder gewählt, jedoch wurde schon 1968 der Vorstand ergänzt um den 2. Vorsitzenden Gerhard Hupe.In der Jahreshauptversammlung am 04. Mai 1974 stellt der erste Vorsitzende Hermann Nolte nach 10-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung; Kassierer Christian Wehrhahn war vorzeitig zurückgetreten. Die Versammlung wählte Gerhard Hupe zum Vorsitzenden (bisher 2. Vorsitzender), neuer 2. Vorsitzender wurde Rudi Beins, zum Kassierer wurde Willi Ackmann gewählt. Zum Schriftführer wurde Franz Reich wieder gewählt. Siedlerfreund Hermann Nolte wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu diesem Zeitpunkt war die Mitgliederstärke der Siedlergemeinschaft auf 58 angestiegen. Die Premiere des Altennachmittags war im Jahr 1975 für alle Seniorinnen und Senioren sehr lebhaft. Das Freizeitheim in der Tempsstraße drohte an diesem Tag aus den Nähten zu platzen, denn es mussten 85 Gäste untergebracht werden. 1977 erfolgte die Gründung einer Jugendgruppe. Die Leitung wurde Manfred Salge und Ingrid Meierhoff in der Jahreshauptversammlung am 12.02.1977 übertragen. Vom 15. bis 17. Juli 1978 wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung das erste Siedlerfest in Nettelrede gefeiert. In wochenlanger mühsamer Arbeit hatten Siedlerfrauen eine Fahne "Siedlergemeinschaft Nettelrede von 1964"mit dem DSB Emblem gefertigt. Die schriftlich geknüpften Kontakte zur Siedlergemeinschaft Schwarzenbach an der Saale, aus dem Jahr 1978, fanden mit der ersten Begegnung vom 24. bis 25. Februar 1979 in Nettelrede ihren Höhepunkt. Mit wechselseitigen Besuchen soll diese Verbindung mit Leben erfüllt werden. Tue Gutes und sorge dafür, dass es bekannt wird - Überschrift: Öffentlichkeitsarbeit!! Das Gute und die Öffentlichkeitsarbeit wurden immer lebendiger, dank des unermüdlichen Einsatzes des Vorstandes, der Jugendleiter und der Mithilfe der Mitglieder. Inzwischen gehören der Siedlergemeinschaft 81 Haus- und Grundbesitzer an. Ingrid Meierhoff stellt ihr Amt als Jugendleiterin zur Verfügung. Siegfried Ohnesorge wird neuer Jugendleiter. Gerda Heisig wird für 2 Jahre die Jugendgruppe im Stadtjugendring vertreten. Das 15-jährige Bestehen wurde 1979 mit der Jahreshauptversammlung und den sich anschließenden Karneball gefeiert. Nach einem gemeinsamen Abendessen gab es viele Überraschungen: Eine Starparade, vorgetragen von der Jugendgruppe, und es wurde ein Ballett angekündigt - ein mit viel Beifall bedachtes Männerballett!! - Alles Siedlerfreunde, die heimlich, mit allen möglichen Ausreden gegenüber ihren Ehefrauen, viele Wochen jeden Montagabend übten, um den Eindruck von Ballettösen zu erreichen. Frau Sigrid Grube (heute verheiratete Guthke), hatte sich dieserhalb der gestandenen Mannsbilder angenommen. Die Kostüme hatte mit viel Eifer und Geduld Frau Ferdinanda Görlich geschneidert. Erfolgreich beteiligte sich die Siedlerjugend Nettelrede am Wettbewerb "Wir gestalten unsere Umwelt", der vom Gesamtverband des Deutschen Siedlerbundes auf Bundesebene durchgeführt wurde. Groß war die Freude als in Nettelrede die Einladung zur Siegerehrung, die anlässlich des Siedlerjugendtreffens des Landesverbandes Hessen in Rüsselsheim stattfand. Heidi Ackmann und Ulrike Hupe vertraten die Siedlerjugend Nettelrede. Sie waren sehr angetan von der Gastfreundschaft der Rüsselsheimer Siedlerfamilien, bei den sie untergebracht waren. Noch glücklicher waren sie natürlich über den 2. Platz dieses Wettbewerbs auf Bundesebene. Als Belohnung für diese Arbeit gab es Urkunden und einen Geldpreis. Die Mitgliederversammlung 1981 brachte einige Veränderungen im Erweiterten Vorstand. Rudi Beins legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder, für ihn wurde Heinrich Schollmeyer neuer 2. Vorsitzender. Für Manfred Salge wurde Hans-Jürgen Brauner neuer Jugendleiter. und zugleich Vertreter für den Stadtjugendring. Das erstmals am 30. Oktober 1982 durchgeführte vereinsoffene Bosselturnier übertraf alle Erwartungen. Das überaus große Interesse an dieser Sportart ermutigte den Vorstand weitere jährliche Turniere zu planen. Ab Oktober 1985 jeweils am 1. Freitag im Monat können die Mitglieder am Übungsabend für diese Sportart teilnehmen.. Hierzu mussten die Freunde des Bosselsports zunächst nach Hamelspringe in die dortige Turnhalle fahren. Ab März 1987 findet dieser Übungsabend unter gleichen Voraussetzungen in der Gymnastikhalle des TSV Nettelrede statt. Siedlermitglied Kurt Hoffmann hatte sich als Ansprechpartner für die Bosselgruppe zur Verfügung gestellt. Offiziell wurde Kurt Hoffmann in der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1993 zum Bosselwart gewählt. 1983 stellte Franz Reich nach 19-jähriger Schriftführertätigkeit sein Ehrenamt zur Verfügung. Frau Ursula Schmidt wurde durch Versammlungsbeschluss in das Ehrenamt des Schriftführers gewählt. Hans-Jürgen Brauner legte bedingt durch einen längeren Auslandsaufenthalt sein Amt als Jugendleiter im Juli nieder. Diese Lücke wurde in der Jahreshauptversammlung 1984 mit der Wahl von Brunhild Fiebelkorn zur neuen Jugendleiterin geschlossen. Zum 20-jährigen Jubiläum, das im Gasthaus Noltemeier am 01. September 1984 mit über 200 Gästen gefeiert wurde, übernahmen die Siedlerfreunde aus Schwarzenbach an der Saale die Patenschaft für die Siedlergemeinschaft Nettelrede. Zur Jubiläumveranstaltung zählte die Siedlergemeinschaft 99 Mitglieder, -aber schon zum Jahreswechsel 1984/85 konnte auf 102 Mitglieder verwiesen werden. 1986 vollzog sich ein Wechsel in der Leitung der Jugendabteilung. Siegfried Ohnesorge übergab sein Ehrenamt nach 7-jähriger Tätigkeit in jüngere Hände. Heidi Ackmann, heute verh. Kisser wurde am 08.02.1986 von den Versammlungsteilnehmern zur Jugendleiterin gewählt. Brunhild Fiebelkorn wurde von der Versammlung gebeten eine Frauengruppe ins Leben zu rufen. Bereits nach kurzer Zeit trafen sich einige Siedlerfrauen zum Klönen, Stricken, Häkeln und Basteln im Freizeitheim. Inzwischen ist diese Gruppe ein fester Bestandteil im Gemeinschaftsleben der Siedler in Nettelrede geworden. Der Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit 1986 war die Einladung an alle Bürger zum Weihnachtsspiel "Englein's Erdenfahrt", das die Jugendgruppe der Siedlergemeinschaft in zwei Aufführungen im Freizeitheim der Öffentlichkeit präsentierte und dabei - wie in den Vorjahren - rund 150 Besucher beeindruckte. Zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass die Jugendgruppe seitens des Landkreises Hameln - Pyrmont die Förderungswürdigkeit zuerkannt bekommen hat. Im November 1987 fand unter Beteiligung der Frauengruppe, vieler Siedlerfreunde, Nettelreder und Luttringhäuser Mitbürgerinnen und Mitbürger die erste Hobby- und Bastelausstellung der Siedlergemeinschaft im Freizeitheim in Nettelrede statt. Die Siedlergemeinschaft Nettelrede und die Stadt Bad Münder haben einen Nutzungsvertrag des Geländes der früheren Nettelreder- und vor einigen Jahren stillgelegten Kläranlage abgeschlossen. Mit diesem Nutzungsvertrag überlässt die Stadt Bad Münder mit Wirkung vom 01. April 1989 das Gelände der Siedlergemeinschaft im Rahmen ihrer Vereinsarbeit.Mit einem großen Festprogramm wurde vom 30. Juni bis 02. Juli 1989 das 25-jährige Bestehen der Siedlergemeinschaft Nettelrede in der Gymnastikhalle des TSV Nettelrede gefeiert. In diesem Jubiläumsjahr umfasst die Siedlergemeinschaft bereits 120 Mitglieder.
 Rainer Heymann · Katzenteich 5 · D-31848 Bad Münder · Fon: 05042 / 95 29 35 · Fax: 05042 / 95 29 36 · E-Mail: kontakt@groenje.de